Heilfasten

Der Ursprung des Heilfastens

Das faszinierende Thema Fasten wird bei den meisten Menschen zunächst
in eine recht einseitige Schublade gesteckt: Das hat doch nur etwas mit Religion zutun, so lautet vielfach die Meinung, wenn das Thema Fasten oder Heilfasten zur Sprache kommt. Doch lange vor einem religiösen Ursprung prägten die menschlichen Instinkte das Heilfasten. Bis heute vermeiden Menschen die Aufnahme von Nahrung, wenn sie unter bestimmten Beschwerden, wie etwa übelkeit, Erbrechen oder auch Verdauungsproblemen leiden. Das Essen wird eine zeitlang ausgespart und der Organismus kann zur Ruhe kommen. Erst vor einigen Jahrtausenden kamen religiöse Hintergründe für das Fasten zutage, wobei diese Form des Fastens nichts mit der heilenden Wirkung des Heilfastens gemein hat.

Weshalb sollten Menschen eine Heilfastenkur durchführen und welche Effekte gibt es für den Körper und den Geist

Heutzutage können sich die wenigsten Menschen auf rein natürlicher Basis ernähren. Lebensmittel aus allen Herrenländer, Fast Food, Nahrungsmittel mit Konservierungsmittel, Glutamaten und ähnlichem versetzt oder auch mittels Gentechnik auf Hochglanz gebracht geben dem Körper nur scheinbar was er benötigt, um gesund zu bleiben. Die Auswirkungen solch einer Ernährungsform lassen sich an zahlreichen Befindlichkeiten und Erkrankungen fest machen: Herz-Kreislaufbeschwerden, Migräne, Kopfschmerzen, Rheuma, starkes übergewicht und Allergien sollen an dieser Stelle nur einen kleinen Anriss der zahlreichen modernen Krankheitserscheinungen sein. Ein besonderes Augenmerk werfen sollte man bei dieser Thematik auf den Darm und seine Funktion und dem damit verbundenen Immunsystem.
Das Verdauungssystem muss täglich mit unterschiedlichen Lebensmittel "kämpfen":
Allerlei Zusätze und Bestandteile müssen nicht nur von dem Magen zuvor verdaut und die Inhaltsstoffe aufgespaltet, sondern besonders auch vom Darm verarbeitet werden. heilfasten Eine Heidenarbeit und oft genug nicht zu schaffen. Das Ergebnis zeigt sich in chronischen Verstopfungen oder ständigen Durchfällen, Migräneanfälle oder auch ein permanentes Unwohlsein und einer gestiegenen Anfälligkeit für Viren und Bakterien. Pilze im Mundraum oder im Darm sind weitere Beispiele, welche Auswirkungen die falsche Ernährung haben kann.
Heilfasten hingegen erleichtert den Organismus, lässt den Darm und das komplette Verdauungssystem zur Ruhe kommen, Schlacken werden ausgeschwemmt und geben somit dem Körper und Geist die Möglichkeit sich zu regenerieren. Der Lohn einer einwöchigen oder mehrwöchigen Heilfastenkur zeigt sich an verbesserten Blutwerten, einer gesteigerten Vitalität und auch einer gestiegenen Immunabwehr. Als zusätzlichen Effekt finden nach solch einem Heilfasten die Menschen zur ihrer inneren Mitte zurück und können oftmals auch ihre Nikotinabhängigkeit besiegen. Denn wer fastet, sollte nicht nur auf Koffein und Alkohol verzichten, sondern auch auf das Rauchen.

Wie ist der Ablauf einer Heilfastenkur und für wen ist sie geeignet

Da eine Fastenkur zunächst den Körper belastet, weil es sehr ungewohnt ist ohne die herkömmliche Nahrung auszukommen, sollte man diese in eine Zeit legen in der man Urlaub hat. Ruhe, Bewegung und auch Meditation unterstützen die Reinigung von Körper und Seele.
Je nach Art des Heilfastens variieren die Getränke und zusätzliche Lebensmittel, die man zu sich nehmen kann oder sollte. Ein "Einstimmen" auf die bevorstehenden Heilfastentage, etwa durch die Reduzierung von Nahrung und die Einnahme von Glaubersalz oder auch einer Darmspülung gehören ebenso dazu, wie auch die langsame Rückführung auf normales Essen. Wer schon mal eine Heilfastenkur gemacht hat wird sich sicherlich an den intensiven Geschmack bei dem ersten Bissen in einen Apfel erinnern können. Die Geschmacksnerven sind dermaßen erholt, dass sich wahre Erlebnisse auf der Zunge abspielen.
Grundsätzlich ist ein Heilfasten, unter ärztlicher Aufsicht, für fast jeden Menschen geeignet. Ausgenommen sind hierbei kleine Kinder, Schwangere, Leistungssportler, Menschen die einer anstrengenden körperlichen Arbeit nachgehen müssen, sowie Patienten mit schweren Erkrankungen (Krebs, Herz-Kreislauf) oder auch Diabetes mellitus Typ1. Wer sich für eine Heilfastenkur entscheiden möchte sollte demzufolge das Gespräch mit seinem Arzt oder Heilpraktiker suchen, um mögliche Gegenanzeigen rechtzeitig erfahren zu können.

Verschiedene Arten des Heilfastens und deren Durchführung

Heilfasten nach Buchinger und Lützner beinhaltet kalorienfreie Getränke, Säfte aus Obst und/oder Gemüse und Gemüsebrühen. Feste Nahrung wird hierbei nicht zu sich genommen und die tägliche Kalorienaufnahme bewegt sich bei etwa 300 Kalorien.
Bei der Methode nach Dr. Franz Xaver Mayr werden neben Wasser und ungesüßtem Tee zusätzlich altbackene Brötchen und Milch gegessen. Ingwerkekse und eine Fastensuppe, unter anderem mit Dinkel und Gemüse der Saison, gehören auf den Fastenplan nach Hildegard von Bingen. Ferner viel Fencheltee, der durch große Mengen eine gute Unterstützung zum entschlacken bietet. Diese Methode des Heilfastens gehört zu einer der schonensten und sanftesten. Das Saftfasten beschränkt sich auf die Einnahme von viel Wasser und ungesüßtem Tee, sowie 1l an Obst- und Gemüsesaft, der über den Tag verteilt getrunken wird.
Proteinfasten beinhaltet täglich ca. 30g Kohlenhydrate und auch 30g biologisches hochwertiges Eiweiß. Oftmals wird diese Art des Fastens als Alternative zur "Nulldiät" angeboten und auch durchgeführt. Als weitere Formen finden sich auch das Molkefasten, Teefasten, das Trocken-Trinkfasten oder auch die Schrothkur. Eines ist allerdings jeder Fastenkur gemeinsam: Viel Trinken, Ruhe und sanfte Bewegung.

Heilfasten kann eine wunderbare Heilunterstützende Möglichkeit sein, um dem Körper und dem Geist eine Zeit der Reinigung zugeben und das Immunsystem zu stärken. Auch wer sich von einer Nikotinsucht oder starkem übergewicht befreien möchte, kann durch ein Heilfasten den ersten Schritt in diese Richtung unternehmen. Ein Einstieg zum Ausstieg aus einem krankmachenden Kreislauf.